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Kursangebote Notfallsonographie

1. DEGUM-Kurs p-FAST (Focused Abdominal Sonography for Trauma)

Der Kurs wurde von PD Dr. Walcher und Team entwickelt und richtet sich an Ärzte, die in der Klinik im Rahmen der Schockraumversorgung eine abdominelle Sonographie bei verunfallten Patienten durchführen müssen sowie an präklinisch tätige Notärzte und Rettungsassistenten. Das "p" in "p-FAST" steht für "prehospital", da das Kurskonzept auch die Besonderheiten der präklinischen Traumaversorgung (z.B. Luftrettung) im 3. Hands-on in Szenarien berücksichtigt.

Besonderer Wert wird auf das intensive Training der Teilnehmer gelegt. Je zwei Teilnehmer werden von einem Instruktor betreut. Untersucht werden ein `Normalkollektiv´ sowie Patienten mit positiven intraabdominellen Befunden. Durch einen straffen Rotationsplan haben die Teilnehmer die Möglichkeit innerhalb von 4 Stunden zwischen 30 und mehr als 40 Untersuchungen unter Anleitung selbstständig durchzuführen.
Im Rahmen von Szenarien wird die praktische Fähigkeit vermittelt, die Sonographie auch unter erschwerten Bedingungen (ungewöhnliche Lage der Patienten, beengte Untersuchungsbedingungen, extreme Lichtverhältnisse, Triage) durchzuführen.
Die Grundlagen der Sonographie sowie die neuesten wissenschaftlichen Studiendaten und die technische Geräteeinweisung vervollständigen die Ausbildung in dieser Untersuchungsmethode.

2. DEGUM-Kurs Fokussierte Echokardiographie (FEEL) und Sonographie zentraler Gefäße in der Intensiv- und Notfallmedizin

Ein weiteres Kurskonzept ist der "Interdisziplinäre Kurs: Fokussierte Echokardiographie und Sonographie in der Intensiv- und Notfallmedizin". Das Kurskonzept sind von PD Dr. Breitkreutz und Dr. Steiger  und dem Team entwickelt und wissenschaftlich getestet worden.
Bei kritisch Kranken ist eine zügige Einschätzung der kardialen Pumpfunktion und assoziierten Pathologien erforderlich. "Wollen Sie Samstag nachts um 2 Uhr den Kardiologen für eine orientierende Echokardiographie wecken?"
Dieser Kurs soll Ärzten in der Intensiv- und Notfallmedizin Kenntnisse und Fertigkeiten für eine orientierende Echokardiographie mit dem Training von Standardanlotungen und Erkennen von pathologischen Befunden vermitteln sowie die Anlotung zentraler Gefäße (V. jug. int., V. subclavia, Aa. carotis, Aorta abdominalis, V. cava inf., A. und V. femoralis). Erlernt werden gezielte und auf bestimmte Fragen eingeschränkte kardiale Ultraschalluntersuchungen für kritisch Kranke. Dabei wird auch der Algorithmus FEEL (Fokussierte Echokardiographische Evaluation bei Life Support/ Reanimation), einer ALS-konformen Echokardiographie trainiert.

3. DEGUM-Kurs THOLUUSE (Thorax, Trachea and Lung Ultrasound in Emergency- and Critical Care Medicine)

THOLUUSE kann für eine Teilnehmerzahl ab 10 Personen (Termin und Preis auf Anfrage) angeboten werden. 

Die Sonographie des Thorax, der Trachea und der Lunge in der Intensiv- und Notfallmedizin finden als nicht-invasive Untersuchung immer häufiger Anwendung.

PD Dr. Breitkreutz, M. Steigerwald und Dr. Hirche haben 2007 ein neues Kurskonzept und -kurrikulum entwickelt, das sowohl die Schulung der Sonographie des Pleuraergusses als auch des Pneumothorax beinhaltet. Der Kursteilnehmer soll durch praktische Unterweisungen befähigt werden in kritischen Situationen Krankheitsbilder strukturiert und schnell zu diagnostizieren.
Das Programm richtet sich an Ärzte in der Intensivmedizin, Schockraum/Notaufnahme sowie Präklinik (Fachrichtungen: z.B. Anästhesie, alle Fächer mit Intensivmedizin, Pneumologie der Inneren Medizin, Unfallchirurgie), .
Das Vorkommen von Pleuraergüssen in der Intensivmedizin ist sehr häufig, stellt dabei oft eine vitale Bedrohung und Behandlungsindikation für den Patienten dar und sollte zu den Basisuntersuchungen gehören. Der Pneumothorax ist ein häufiges, nach ärztlichen Interventionen (Operationen, Katheteranlagen) anzutreffendes Krankheitsbild auf Intensivstationen. Zwar ist die CT der Goldstandard für die Diagnose, ist aber bei beatmeten Patienten umständlich und zeitintensiv und für kritische Situationen zu träge.
Die Sonographische Diagnose und sonographisch gesteuerte Punktion des Pleuraergusses und des Pneumothorax gelten als hochspezifisch sind und in geübter Hand schon innerhalb von 3-5 min realisierbar. Ein Pneumothorax kann nach Daniel Lichtenstein schon innerhalb von Sekunden nachgewiesen oder ausgeschlossen werden.
Daher sind die Schwerpunkte das Erlernen der Detektion eines Pleuraergusses und des ventralen Pneumothorax mit deren Differentialdiagnosen sowie in Hinblick auf die Anwendung der Punktionstechniken in der Intensivmedizin zusätzlich auf die Trachea. Darüber hinaus werden andere Pathologien wie Atelektasen und Infiltrate sowie Frakturen besprochen. Die Sonoanatomie, Artefakte und Phänomene, die durch die jeweiligen Krankheitsbilder entstehen, sollen erkannt, benannt und dem jeweiligen Krankheitsbild zugeordnet werden können.

In allen Kursen werden 2-3 intensive hands-on Trainingseinheiten in einem zyklischen Lernsystem mit einem Instruktor zu Teilnehmerverhältnis von 1:2 durchgeführt.

Dazu stehen die neuesten mobilen Ultraschallgeräte (z.Zt. von SonoSite, GE) zur Verfügung, so dass die Teilnehmer die unterschiedlichen Geräteeigenschaften testen können.


Fotogalerie der Hands-On und Szenarien

Diese Bilder sollen einen kleinen Eindruck der praktischen Ausbildung vermitteln.




Letzte Aktualisierung: Donnerstag, 12. Februar 2009